So arbeitet der MEPAS Planungsassistent
MEPAS kombiniert einen deterministischen, regelbasierten Optimierer mit einem Open Source Sprachmodell. Die Fahrschule wählt entweder die vollständig auf dem MEPAS Server betriebene KI oder eine eigene, selbst kontrollierte KI über einen freigegebenen MCP-Endpunkt. Der Optimierer berechnet Termine und Ressourcen nach festen Regeln. Das Sprachmodell prüft danach ausschließlich anonymisierte Kennzahlen und formuliert Hinweise. KI APIs öffentlicher Drittanbieter, Gesichtserkennung und Personenbewertungen sind ausgeschlossen. Das Sprachmodell darf keine Termine finalisieren.
Lokales Sprachmodell
Die MEPAS Server-KI läuft in einer abgeschotteten, nur über die Loopback-Schnittstelle erreichbaren Ollama Laufzeit mit dem Open-Source-Modell qwen3:14b. Das Modell wird auf CPU und Arbeitsspeicher des MEPAS Servers ausgeführt; Anfragen laufen nacheinander und sind auf 120 Sekunden begrenzt. Alternativ ruft MEPAS serverseitig über MCP ausschließlich das freigegebene Werkzeug mepas.plan_review einer kundeneigenen KI auf. Beide Varianten erhalten bei einer Planprüfung nur Datum sowie Anzahlen zu Anfragen, zugeordneten und nicht zugeordneten Stunden und berechneten Leerkilometern. Namen, E Mail Adressen, Telefonnummern, Anschriften und Koordinaten werden nicht übergeben. MEPAS Nutzungsdaten werden nicht zum Training verwendet. Aufträge werden mit Status und Ergebnis protokolliert und nacheinander verarbeitet; vollständige Modellprompts werden nicht in Anwendungslogs geschrieben. Die Verwaltung zeigt die gewählte Betriebsart, den Verbindungsstatus und die tatsächliche Antwort.
1. Ausbildungsplan erzeugen
Für Klasse B ermittelt MEPAS den noch offenen Ausbildungsbedarf. Berücksichtigt werden die von der Fahrschule festgelegten Übungsstunden, mindestens fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Fahrten bei Dämmerung oder Dunkelheit sowie bereits absolvierte oder geplante Einheiten. Danach sucht das System freie Termine mit der von der Fahrschule festgelegten Dauer in den Betriebszeiten. Es prüft Führerscheinklasse, Fahrlehrende, Fahrzeug und Kollisionen. Vorschläge werden als Entwurf gespeichert und erst durch eine berechtigte Person finalisiert.
Beispiel: Für Lena sind noch zwei Übungsstunden und eine Nachtfahrt offen. Eine passende Fahrlehrerin und ein Fahrzeug sind Dienstag um 16:00 Uhr und 17:30 Uhr frei. MEPAS schlägt diese Termine vor. Die Fahrschule kann Zeit, Person, Fahrzeug und Adressen ändern oder beide Vorschläge verwerfen.
2. Tagesroute sortieren
MEPAS lässt zwischen zwei Koordinaten durch den Open Source Routingdienst OSRM eine befahrbare Straßenroute auf OpenStreetMap Basis berechnen. OSRM liefert Straßenentfernung und voraussichtliche Fahrdauer. Der Optimierer wählt nacheinander einen erreichbaren Termin. Die Bewertung berücksichtigt Straßenentfernung und Wartezeit. Nach jeder Fahrstunde beginnt die nächste Berechnung am Zielort der vorherigen Stunde.
Beispiel: Zwei Personen sind im gleichen Zeitfenster verfügbar. Person A liegt vier Kilometer entfernt, Person B sechs Kilometer entfernt. Wenn beide Termine erreichbar sind, wird grundsätzlich die kürzere und zeitlich passendere Route zuerst vorgeschlagen. Ein früheres enges Zeitfenster kann die Reihenfolge verändern.
3. Frei gewordenen Termin anbieten
Nach einer Absage berücksichtigt MEPAS nur Personen derselben Fahrschule und Führerscheinklasse, die am selben Tag eine offene Anfrage und ein passendes Zeitfenster haben. Unter diesen Personen wird die kürzeste berechnete Straßenroute zum bisherigen Abholort gewählt. Das Angebot wird einzeln versendet. Nach einer Ablehnung wird die nächste passende Person geprüft.
Beispiel: Drei Personen warten auf einen Termin. Eine Person ist an einem anderen Tag verfügbar und fällt heraus. Von den beiden passenden Personen erhält diejenige mit dem näheren Abholort zuerst ein befristetes Angebot. Sie entscheidet selbst über Annahme oder Ablehnung.
4. Hinweis zur nächsten Adresse
Nach Bestätigung einer Fahrstunde kann eine Fahrlehrerin bewusst die aktuelle Geräteposition senden. Nach 15 Minuten berechnet MEPAS alle 30 Sekunden Straßenroute und Fahrdauer zum Zielort. Wenn die verbleibende Planzeit höchstens der berechneten Fahrdauer plus zwei Minuten entspricht, erscheint einmalig ein Hinweis. Anschließend wird die nächste Abholadresse verwendet. Die genaue Geräteposition wird nicht gespeichert.
Beispiel: Bis zum geplanten Ende bleiben zwölf Minuten. OSRM berechnet zehn Minuten über die verfügbare Straßenroute bis zum Zielort. Wegen des Puffers von zwei Minuten erscheint der Hinweis, jetzt zum Zielort zu fahren. Aktuelle Verkehrslage und neue Sperrungen sind nicht enthalten.
Budget und Ausfälle
Ein Monatsbudget begrenzt neue Fahrstundenvorschläge anhand der im Schülerprofil vereinbarten Endpreise oder ersatzweise der von der Fahrschule hinterlegten Bruttopreise je Fahrstundenart und Abrechnungsblock. Bereits geplante und absolvierte Fahrstunden desselben Monats werden angerechnet. Ohne hinterlegte Preise wird keine Budgetplanung erstellt. Grundgebühren und Prüfungsgebühren sind nicht enthalten. Der Modus „Schnellstmöglich“ sucht die frühesten passenden Termine ohne Monatsbudgetgrenze und garantiert keinen Abschlusszeitpunkt.
Bei Krankheit oder Fahrzeugausfall sucht MEPAS passende Ressourcen und freie Ersatzzeiten innerhalb von 30 Folgetagen. Ersatztermine sind Entwürfe und müssen erneut geprüft werden. Ohne passenden Ersatz wird die betroffene Fahrstunde abgesagt; die Fahrschule muss einen neuen Termin planen. Die Beteiligten erhalten App- und E-Mail-Mitteilungen.
5. Freie Tage und Sonderfahrten
Im Profil können Fahrschüler freie Zeitfenster und Sperrzeiten ändern. Bei der Auswahl „Nur innerhalb meiner freien Zeitfenster“ wird außerhalb dieser Fenster kein Termin vorgeschlagen. Eine Empfehlung für einen freien Tag prüft verfügbare Fahrlehrkräfte, Fahrzeuge, Fahrtwege und Monatsbudget innerhalb der nächsten 30 Tage. Erst durch bewusste Übernahme und Speicherung wird daraus eine Verfügbarkeit. Die Empfehlung reserviert keinen Termin und garantiert keinen Abschlusszeitpunkt. Das Sprachmodell ist daran nicht beteiligt.
Sonderfahrten zählen in 45-Minuten-Einheiten. Überlandfahrten können bevorzugt als 90-Minuten-Block geplant werden. Bei entsprechendem Bedarf ist mindestens eine längere Überlandfahrt und Autobahnfahrt vorgesehen. Für Nachtfahrten prüft der Planer das schulische Nachtzeitfenster und den Sonnenstand am Schulstandort für das jeweilige Datum. Persönliche Arbeitszeiten und Pausen bleiben verbindlich. Die Fahrschule prüft die tatsächlichen Lichtverhältnisse, die Strecke und besondere Ausbildungsanforderungen vor Ort.
Wenn nicht für den gesamten Bedarf passende Zeiten gefunden werden, bleiben mögliche Vorschläge erhalten und der noch offene Bedarf wird ausgewiesen. Vorgaben zur Dauer normaler Übungsfahrten, Sonderfahrten, Endpreisen und Nachtzeiten werden ausschließlich durch die verantwortliche Person im Fahrschulintro oder in den gesicherten Einstellungen gepflegt.
6. Verwendete Daten
Je nach Funktion werden Führerscheinklasse, Ausbildungsbedarf, absolvierte Einheiten, Zeitfenster, Sperrzeiten, mögliche freie Tage, Abholort, Zielort, Betriebszeiten, Pausen, Fahrlehrende, Fahrzeuge, bestehende Termine und Antworten verwendet. Aktuelle Gerätepositionen werden nur flüchtig für eine einzelne Berechnung verarbeitet. MEPAS verwendet diese Daten nicht zum Training eines Modells.
7. Grenzen und mögliche Fehler
- Straßenführung und Fahrdauer beruhen auf dem verfügbaren OpenStreetMap Datenstand.
- Fahrzeiten enthalten keine aktuelle Verkehrslage und können neue Sperrungen noch nicht kennen.
- Falsche oder unvollständige Eingaben erzeugen unpassende Vorschläge.
- Der Optimierer sucht eine brauchbare lokale Reihenfolge, garantiert aber nicht das mathematisch beste Gesamtergebnis.
- Gesetzliche, pädagogische, arbeitszeitliche und sicherheitsbezogene Besonderheiten müssen Menschen prüfen.
8. Menschliche Kontrolle und Anfechtung
Verantwortliche Personen sehen Vorschläge vor der Freigabe und können sie ändern, finalisieren oder verwerfen. Fahrschüler können Termine einzeln annehmen, ablehnen, eine Änderung anfragen und fehlerhafte Ausgangsdaten berichtigen lassen. Eine menschliche Prüfung kann bei der Fahrschule oder über datenschutz@dna-it-solutions.de verlangt werden. Es findet keine ausschließlich automatisierte Entscheidung mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung statt.
9. Risikostufe und Verantwortung nach dem EU AI Act
Risikoeinordnung: geringes Risiko bei der aktuellen Zweckbestimmung. Dies ist die dokumentierte Einordnung von MEPAS, keine behördliche Zertifizierung. Das Sprachmodell prüft zusammengefasste Kennzahlen und formuliert unverbindliche Hinweise. Es entscheidet weder über Ausbildungszugang, Lernergebnisse oder Prüfungsreife noch über Einstellung, Kündigung oder die Leistung von Beschäftigten.
Termine, Ressourcen und Wege berechnet der deterministische Planer anhand vorgegebener Zeiten, Ausbildungsklassen und Adressen. Das Modell verteilt keine Aufgaben anhand persönlicher Eigenschaften oder Verhaltensprofile. Für diese begrenzte Modellprüfung sehen wir derzeit keinen Hochrisiko-Anwendungsfall nach Artikel 6 und Anhang III Nummern 3 und 4 der Verordnung (EU) 2024/1689. MEPAS ist auch keine KI-Sicherheitskomponente eines Fahrzeugs nach Artikel 6 Absatz 1.
Menschliche Freigabe und lokaler Betrieb allein schließen ein hohes Risiko nicht aus. Sobald KI Ausbildungszugang, Lernbewertung, Beschäftigtenbewertung oder personenbezogene Arbeitszuteilung beeinflusst, ist die Einstufung vor dem Einsatz erneut zu prüfen. Das gilt auch für eine geänderte kundeneigene KI. Eine Ausnahme nach Artikel 6 Absatz 3 würde eine eigene dokumentierte Prüfung und gegebenenfalls Registrierung voraussetzen.
KI-Hinweise werden als solche gekennzeichnet. Transparenzpflichten für einschlägige Funktionen nach Artikel 50 und angemessene KI-Kompetenz nach Artikel 4 sind unabhängig von dieser Einordnung zu beachten. Die Kenntnisnahme dieser Hinweise ist keine datenschutzrechtliche Einwilligung und kein Verzicht auf Rechte.
Grundlagen: Artikel 6, Anhang III und Artikel 50 des EU AI Act.
MEPAS dokumentiert Zweck, Eingaben, Ausgaben, Grenzen und Aufsicht. Personen, die Vorschläge prüfen, müssen die Funktionsweise und Fehlergrenzen verstehen. Der Anbieter und die einsetzende Fahrschule sorgen im Verhältnis zu ihren Aufgaben für angemessene KI Kompetenz nach Artikel 4 der Verordnung (EU) 2024/1689. Änderungen, insbesondere eine KI API eines öffentlichen Drittanbieters, eine Bewertung von Personen oder eine stärkere Entscheidungsbefugnis des Modells, erfordern vor dem Einsatz eine neue technische und rechtliche Prüfung.
Offizielle Grundlagen: Verordnung (EU) 2024/1689 und Datenschutzerklärung.
Kartenansicht und Verkehrsschätzung
Die bestehende regelbasierte Planung legt die Reihenfolge der Fahrschüler fest. Die zusätzliche Kartenansicht berechnet Straßenverläufe zwischen diesen Stopps, ohne Termine oder Reihenfolge zu ändern. Freigegebene öffentliche Verkehrsmeldungen können eine gesonderte, deterministisch berechnete Verkehrsschätzung ergänzen. Ein Sprachmodell berechnet weder Verkehrsdauer noch Stauursachen. Vergleichbare Quellen werden zusammengefasst; deutliche Widersprüche und fehlende Daten bleiben sichtbar. Gültige zugeordnete Vollsperrungen schließen einen Routenvorschlag aus. Alternative Straßenverläufe ändern keine Schülerreihenfolge. Die derzeit vorbereiteten externen Verkehrsquellen bleiben bis zur datensatzbezogenen Lizenz- und Zugangsprüfung deaktiviert. Prognosen werden nur bei tatsächlich vorhandenen passenden Quellwerten angezeigt.